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Warum Vernunft gerade für kluge Frauen im Umbruch zur Falle wird

Frau stellt sich dem Angst-Drachen

Viele sagen, ich sei mutig.

Bin ich nicht.
Ich habe Angst.

Ich hatte mehrere Umbrüche im Leben.
Klinik. Hamburg. Deutschland.
Jedes Mal war Angst da.

Und jedes Mal habe ich lange versucht, es vernünftig zu lösen.

Ich habe angepasst.
Mehr Leistung gebracht.
Gespräche geführt.
Haltung korrigiert.
Mich selbst optimiert.

Ich hatte gute Gründe zu bleiben.

Sehr gute.

Mögliche Gefahren wurden wahrscheinlich.
Wahrscheinliches wurde sicher.
Und Sicherheit blockiert Bewegung.

Ich war nicht feige.
Ich war klug.

Und genau das war das Problem.

Kluge Frauen können ihre Angst elegant rationalisieren.
Sie nennen es Verantwortung.
Realismus.
Reife.

Dabei schützen sie oft nur eines:
Ihre Rolle, ihren  Platz in der Gesellschaft.

Denn wenn die Funktion wegfällt,
wackelt die Existenzlogik.

Irgendwann war es nicht mehr eine Frage von Mut.
Sondern von: leben oder innerlich sterben.

Nicht heroisch.
Nur klar: Es reicht.

Erst dann wird Vernunft nützlich.
Nicht mehr zur Rechtfertigung des Bleibens.
Sondern zur Gestaltung des Gehens.

Vielleicht ist Vernunft nicht das Problem.
Vielleicht ist die Art, wie wir sie gegen unsere Angst einsetzen, das eigentliche Hindernis.

Was wäre, wenn wir uns unserer wirklichen Angst stellen würden –
ohne sie sofort vernünftig zu erklären?

Auch wenn es weh tut.

Weißt Du, was Du brauchst, um es angehen zu können?

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Frau stellt sich dem Angst-Drachen