
Und ein Anker aus Goldmasché
🛋️ „Sternzeit Polster 5.0 – Wie mein Sofa den Kurs meines Lebens bestimmte“
Mitten im Chaos der Welt,
zwischen Wohnung A und Plan B,
zwischen Zugluft und Zweckoptimismus,
hatte ich nie ein Ziel. Nur ein Sofa.
Und es brachte mich weiter als jede Fluglinie.
Aber richtig ankommen?
Kapitel 12: Der Buddha zwischen den Kisten
Der Raum war eingerichtet, aber nicht bezogen.
Das Sofa stand, aber es saß sich nicht.
Die Kissen lagen, aber sie wussten nicht, worauf.
Dann kam die siebte Kiste.
Und der Moment, in dem sich Geschichte entfaltete –
nicht in Worten, sondern in Stille.
Sie stellte ihn auf.
Den Buddha.
Und zum ersten Mal sagte der Raum:
„Willkommen.“
🛋️ Sternzeit Polster 5.0 – Wie mein Sofa den Kurs meines Lebens bestimmte und der Buddha den Anker setzte
Die Tür geht auf. Die Luft ist kühl. Der Raum atmet noch nicht. Aber ich.
Da steht es. Mein Sofa. Nicht irgendwas mit Beinen und Bezügen. Sondern: das eine. Das ich mit mir durch mehr als nur Räume getragen habe. Das sich angepasst hat – an neue Böden, andere Lichtverhältnisse, an Umstände, die nach Provisorium rochen. Und immer blieb es: mein Platz.
Jetzt ist es da. Endlich. In dieser neuen Wohnung. Nach langen Wochen der Suche, des Zweifelns, des innerlichen Schraubens an mir und den Wänden.
Es steht da. Wartend. Leise. Wie jemand, der weiß, dass er dazugehört, aber sich erst mal nicht aufdrängen will.
Ich betrachte es. Dann greife ich zur Kiste. Nummer 35. Dekoriert mit dem Etikett „DEKO“. Ein Wort, das fast schon Hohn war. Denn darin: der Buddha.
Der eine. Nicht aus irgendeinem Asialaden, nicht beliebig. Sondern: mein stiller Begleiter. Der, der auch in der alten Wohnung über das Sofa gewacht hat – über Gespräche, Tränen, Erkenntnisse. Über Schweigen.
Jetzt steht er wieder da. Seine Hände um eine Blüte geschlossen. Und ich weiß: Jetzt ist nicht nur das Sofa da. Jetzt ist der Raum da.
Es heißt oft: Nicht ohne mein Sofa. Für mich aber ist es: Nicht ohne den Blick, der den Raum hält.
Der Buddha fordert nichts. Aber verändert alles. Er bringt Tiefe in die Polster, Stille in die Ecken, Würde in die Entscheidung, diesen Ort nicht nur zu bewohnen – sondern zu beheimaten.
Die Kissen sinken tiefer. Die Kerze flackert. Der Raum beginnt zu atmen. Und ich? Ich atme mit.
Paul sitzt am Rand, streckt die Füße aus und sagt mit seiner typischen Mischung aus Zynismus und Zärtlichkeit:
„Ich halte übrigens auch Raum. Für Snacks.“
Ich lache. Und lasse mich nieder. Sternzeit Polster 5.0: Ich bin angekommen.
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Dagmar Thiel: Neustart mit 50+ – geschrieben für Frauen, die nicht mehr durchhalten, nur auswandern, sondern wirklich ankommen wollen. Mit Würde. Mit Widerspruch. Und mit dem Mut, es trotzdem zu machen.