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Außenmission: Oh. Oha.

Bagger schiebt Seegras am Strand auf Nordzypern direkt an der Wasserlinie zusammen

Heute Morgen war ich mit einer Freundin am Ela Beach zum Schwimmen.

Gestern ging das nicht. Die Wellen waren zu hoch. Ich war deshalb weiter nach Sarduna gefahren. Dort hätte man wunderbar in den Wellen springen können. Wenn nicht so viel Plastik im Wasser gewesen wäre. Ich tat es trotzdem. Pro forma. Kurz.

Heute war das Meer ruhiger. Noch kabbelig. Noch etwas Müll im Wasser. Aber Baden ging wieder.

Dies ist mein Lieblingsstrand: ein Teil mit Liegen in Ölsardinendosenaufstellung, ein Teil frei – mit Steinen und mal mehr, mal weniger Müll. Etwas ursprünglicher. Die übliche Bauruine nicht ganz so dominant.

Vor einem Monat sollte es schick werden. Die Liegen waren gerade neu aufgestellt worden.

Ich weiß noch, dass ich damals dachte:

Oh.

Die stehen aber nah am Wasser.

Ein paar Tage später:

Oha.

Die Wellen reichen ja bis zur ersten Reihe.

Und die Liegen wurden nass.

Oha.

Dann wurden sie eben wieder trockengewischt.

Ich dachte nur:

Mal sehen, wie lange das so funktioniert.

Ich mag offene Enden.

Also habe ich einfach weiter zugeschaut.

Heute war die Antwort da.

Die erste Reihe der Liegen war verschwunden.

Einige Liegen hatte man noch retten können.

Die schweren Sonnenschirmständer steckten noch tief im Sand.

Seegras lag überall.

An anderen Stellen hatte das Meer zusätzlich Müll angeschwemmt.

Während wir im Wasser waren, kam ein Bagger.

Er schob das Seegras hin und her.

Zentimeter an unseren Handtüchern vorbei.

Er drehte Pirouetten wie ein Eisläufer.

Nur: Die Betonfüße der Sonnenschirme standen ihm auf dem Weg zum immer größer werdenden Seegrasberg im Weg.

Die Strandmitarbeiter versuchten, sie aus dem Sand zu ziehen.

Das klappte nicht.

Auch nicht mit den kleinen Schaufeln.

Dann kam jemand auf die Idee:

Der Bagger hat doch selbst eine Schaufel.

Also hob der Bagger einen Betonfuß nach dem anderen aus dem Sand.

Jetzt konnte er weiterfahren.

Dann kamen zwölf Kinder.

Der Bagger hielt an.

Kurze Diskussion.

Situation geklärt.

Die Kinder spielten.

Der Bagger wartete.

Nach einer Weile fuhr er weg.

Ein paar Minuten später kam er zurück.

Er wartete wieder.

Die Kinder spielten weiter.

Als sie zusammenpackten, fuhr der Bagger erneut davon.

Als ich später nach Hause fuhr, kam er mir auf der Straße entgegen.

Ich weiß bis heute nicht, was genau sein Auftrag war.

Sollte er das Seegras wegräumen?

Den Strand wieder freimachen?

Oder alles so herrichten, dass dort wieder eine erste Reihe Liegen aufgebaut werden kann?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, was ich gesehen habe.

Während alle beschäftigt waren – mit Schieben, Bergen, Warten, Spielen oder Beobachten –, holte sich das Meer Stück für Stück das Seegras zurück.

Und ich musste wieder an meinen Gedanken von vor einem Monat denken.

Oh.

Oha.

Ein AHA?

Mal sehen.

Dazu passt: Außenmission Sarduna Bay

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Dagmar Thiel läd ein

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Bagger schiebt Seegras am Strand auf Nordzypern direkt an der Wasserlinie zusammen