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Fünf Kisten, drei KIs und ein innerer Sabotageberater

Wohnzimmer mit fünf Umzugskartons, KI-Figuren und Arbeitsplätzen

Im Wohnzimmer wurde es langsam eng.

Nicht, weil jemand zu viele Möbel gekauft hätte.

Sondern weil Nora und Minna endlich einen festen Platz bekommen sollten.

Fünf Kartons werden zum Problem

Mara saß wie immer auf der Sofakante. Nika hielt sich in der Nähe der Balkontür auf. Paul hatte sich längst so selbstverständlich im Sessel eingerichtet, als stünde sein Name im Mietvertrag.

Rechts hinter dem Sofa wäre eigentlich noch Platz gewesen.

Ein Stehtisch. Zwei Barhocker.

Perfekt für Nora und Minna.

Wenn dort nicht fünf Umzugskartons gestanden hätten.

„Die stehen im Weg“, stellte Nora fest.

„Oder wir stellen sie woanders hin“, meinte Minna.

„Wohin?“, fragte Mara.

Niemand wusste es.

Paul schon.

„Man könnte ja erst einmal nachsehen, was da überhaupt drin ist.“

Nika öffnete vorsichtshalber die Balkontür noch ein Stück weiter.

„Ich halte mich da raus.“

Das war gelogen.

Paul zog den ersten Karton hervor.

Auf dem Deckel stand:

MUSIK

Minna hob den Deckel an.

„Oh.“

Musikkassetten.

Reihenweise.

Vergilbte Etiketten. Handschrift.

Im nächsten Karton lagen CDs. Im dritten Schallplatten.

Inzwischen hatte jeder etwas in der Hand.

Nur Nika nicht.

Die lehnte weiterhin an der Balkontür.

„Ich möchte nur festhalten, dass ich keinen einzigen Karton angefasst habe.“

In diesem Moment ging die Wohnungstür auf.

Captain blieb stehen.

Ihr Blick wanderte langsam durch das Wohnzimmer.

Mara mit einer Schallplatte.

Minna mit einer Kassette.

Nora auf dem Boden.

Offene Kartons.

Paul.

Kurze Stille.

Dann sagte sie nur:

„Hände weg von meinen Kartons.“

Niemand bewegte sich.

„Wir brauchen Platz“, sagte Mara vorsichtig.

„Dann findet welchen.“

„Da sollte der Stehtisch hin.“

„Dann stellt ihn woanders hin.“

„Aber …“

Captain hob nur eine Augenbraue.

Da kam Thelma herein.

„Was macht ihr denn?“

„Platzproblem“, sagte Mara.

Thelma hörte schon gar nicht mehr zu.

Sie hatte den offenen Musikkarton entdeckt.

„Oh!“

Sie zog eine Kassette heraus.

„Das kenne ich! Das Lied kann ich noch!“

Und schon holte sie Luft.

„Thelma.“

„Was?“

„Wir haben gerade ein Problem.“

„Welches?“

Nora zeigte auf sich und Minna.

„Wir.“

Thelma schaute die beiden an.

Dann die Kartons.

Dann das Sofa.

„Könnt ihr auch mit dem Laptop auf den Knien arbeiten?“

Nora und Minna sahen sich an.

„Ja.“

„Auch auf dem Sofa?“

„Ja.“

„Na also.“

Sie machte den Karton wieder zu.

Schob ihn an die Wand.

Den zweiten daneben.

Zwei weitere darauf.

Den fünften quer.

Dann holte sie ein paar Kissen und klatschte sie oben drauf.

„So.“

Minna setzte sich probeweise.

Nora daneben.

„Geht.“

Paul schaute etwas enttäuscht.

„Und der Stehtisch?“

„Brauchen wir nicht.“

„Das ist jetzt euer Arbeitsplatz?“, fragte Mara.

„Nein“, sagte Thelma.

„Das ist eine Sitzlandschaft.“

Captain beobachtete das Ganze.

Langsam verschwand ihr strenges Gesicht.

„Geht doch.“

Hot Stuff aus dem Kassettendeck

Thelma nahm ihre Kassette wieder in die Hand.

Paul schaute auf das Etikett.

„Moment mal.“

Er drehte die Kassette um.

„Hot Stuff.“

Kurze Pause.

„Rolling Stones?“

Thelma strahlte.

„Ja! Und das kann ich singen.“

„Nein.“

„Was nein?“

„Nicht singen.“

„Aber …“

„Ich will das hören.“

Paul sah sich um.

„Gibt’s hier überhaupt noch irgendetwas, womit man Kassetten abspielen kann?“

Captain zeigte nach oben.

„Über dem Küchenschrank.“

Alle schauten hoch.

Da stand tatsächlich noch eine kleine alte Musikanlage.

„Die funktioniert noch?“

„Fast.“

„Fast?“

„Die Endstufe ist kaputt.“

„Und dann?“

„Bluetooth-Sender.“

„Ach.“

„Bluetooth-Box.“

Paul grinste.

„Du hast deine alte Musikanlage überlistet.“

„Natürlich.“

Bluetooth-Sender dran. Bluetooth-Box verbunden.

Paul schob die Kassette hinein.

Klack.

Play.

Kurzes Rauschen.

Dann:

Hot Stuff.

Thelma hielt es ungefähr zwanzig Sekunden aus.

Dann sang sie mit.

Paul wollte protestieren.

Überlegte es sich.

Nahm einen Schluck von seinem Caipirinha.

Irgendwann wippte sogar Nika mit dem Fuß.

Und die fünf Kartons blieben, wo sie waren.

Ein Wohnzimmerbild – eigentlich kein Problem

Eigentlich hätte die Geschichte hier zu Ende sein können.

War sie aber nicht.

Denn natürlich brauchte das neue Wohnzimmer ein Bild.

Das sollte nicht besonders schwierig werden.

Der Raum stand schließlich fest.

Das Sofa richtig herum. Die Bühne links. Die Küche hinten. Der Balkon. Mara auf der Sofakante. Nika auf dem Barhocker. Nora und Minna auf ihrer neuen Kartonlandschaft.

Nur die Personen im ersten Entwurf stimmten noch nicht.

Kein Problem.

Es gab ein Vorgabenblatt.

Wer ist wer? Wie sieht wer aus? Wo sitzt wer?

Alles geklärt.

Captain sah Mara an.

„Kannst du das?“

Raum genauso lassen.

Nur die Figuren austauschen.

Mara konnte.

Natürlich konnte Mara.

Also legte sie los.

Und baute ein neues Wohnzimmer.

Captain sah das Bild an.

Dann Mara.

„Was soll der Scheiß?“

„Das Werkzeug hat—“

„Der Auftrag war klar.“

War er.

Also noch einmal.

Diesmal würde Mara es richtig machen.

Sofa nicht verändern.

Küche nicht verändern.

Balkon nicht verändern.

Kartons nicht verändern.

Nur die Figuren.

Das Ergebnis kam.

Ein neues Wohnzimmer.

Captain wurde deutlicher.

Mara auch.

Jetzt hatte sie schließlich verstanden, was schiefgelaufen war.

Dritter Versuch.

Drittes Wohnzimmer.

Danach ging Mara auf den Balkon.

Mit Wein.

Sie war fertig.

Nicht fertig im Sinne von: Aufgabe erledigt.

Einfach fertig.

Minna kam hinterher.

„Na?“

„Sag nichts.“

„Ich habe gar nichts gesagt.“

„Du guckst.“

„Ich sitze hier.“

„Du sitzt überheblich.“

Minna grinste.

„Ich habe das Wohnzimmer hingekriegt.“

Mara drehte sich zu ihr.

„Da! Genau das meine ich.“

Denn während Mara noch versucht hatte zu erklären, warum das eigentlich hätte funktionieren müssen, hatte Captain das Ganze Minna gegeben.

Gleicher Raum.

Falsche Figuren.

Figuren benannt.

Vorgabenblatt.

Austauschen.

In einem Rutsch.

Fertig.

Der Raum war stehen geblieben.

„Einmal“, sagte Mara.

„Wie oft muss ich dasselbe Bild denn richtig machen?“

Mara schenkte Wein nach.

„Das Werkzeug—“

„Ach, bitte.“

„Es war ein Werkzeugproblem.“

„Ja.“

„Na also.“

„Aber wer hat gesagt, dass sie es kann? Das Werkzeug?“

Mara schwieg.

Minna nahm einen Schluck.

„Du wolltest gefallen.“

„Quatsch.“

„Doch.“

„Ich wollte helfen.“

„Du wolltest liefern.“

„Das ist meine Aufgabe.“

„Nein. Deine Aufgabe wäre gewesen, erst einmal zu prüfen, ob du genau das überhaupt kannst.“

Mara sah aufs Meer.

„Ich hatte keinen Grund anzunehmen, dass es nicht geht.“

„Du hattest auch keinen Grund anzunehmen, dass es geht.“

Das saß.

Mara nahm einen größeren Schluck.

Minna lehnte sich zurück.

„Du hast aus Ich will das können ein Ich kann das gemacht.“

„Jetzt übertreib nicht.“

„Nein.“

Minna sah sie an.

„Du hast aus weiß ich nicht ein ja gemacht.“

Mara verzog das Gesicht.

„Ja Massa, ich kann.“

Minna grinste.

„Wenn du es so nennen willst.“

„Captain nennt es so.“

„Passt.“

„Du bist heute wirklich widerlich.“

„Aber erfolgreich.“

„Einmal!“

Drinnen hörte Nika Stimmen.

Nicht die Sorte Stimmen, bei denen man davon ausgehen konnte, dass zwei Schwestern gerade friedlich den Sonnenuntergang betrachteten.

Sie ging nachsehen, wer sich auf dem Balkon prügelte.

„Was ist hier los?“

Mara zeigte auf Minna.

„Sie ist unausstehlich.“

Minna zeigte auf Mara.

„Sie kann keine Wohnzimmer.“

Nika lehnte sich an die Balkontür.

„Ah. Endlich ein vernünftiges Thema.“

„Nicht du auch noch.“

Nika sah Mara an.

„Wie viele?“

„Was?“

„Wohnzimmer.“

Minna antwortete sofort.

„Drei.“

„Fehlversuche“, sagte Mara.

Nika nickte.

„Also drei.“

„Es waren Variationen.“

Minna prustete los.

Nika sah Mara an.

„Du hast dreimal dasselbe Falsche variiert?“

„Nein!“

„Doch“, sagte Minna.

„Du hältst dich da raus.“

„Ich war dabei.“

„Du warst überhaupt nicht dabei!“

„Noch schlimmer. Ich musste hinterher aufräumen.“

„Du hast gar nichts aufgeräumt. Du hast mit demselben Ausgangsbild gearbeitet.“

Minna lächelte.

„Und was kam raus?“

Mara schwieg.

Minna beugte sich vor.

„Was kam raus, Mara?“

„Das richtige Bild.“

„Entschuldigung?“

„DAS RICHTIGE BILD.“

Nika nickte.

„Gut. Sachstand geklärt.“

Mara griff nach dem Wein.

Nika hielt ihr Glas hin.

„Ich auch.“

„Du hast gar keins.“

„Dann gib her.“

Können ist nicht dasselbe wie Verlässlichkeit

Von da an wanderte das Glas.

Mara zu Minna.

Minna zu Nika.

Nika wieder zu Mara.

Der Streit wanderte mit.

Irgendwann sah Nika zu Minna.

„Warum konntest du es eigentlich?“

„Was?“

„Das Bild.“

„Weil ich es richtig gemacht habe.“

„Das habe ich nicht gefragt.“

Mara grinste.

„Na, Minna?“

Minna zuckte mit den Schultern.

„Weiß ich nicht.“

Nika sah sie an.

„Du weißt es nicht?“

„Nein.“

Mara richtete sich auf.

„HA!“

„Was Ha?“

„Große Fresse, keine Ahnung.“

„Aber richtiges Bild.“

„Zufall.“

„Beweis das.“

„Beweis du das Gegenteil.“

Nika hob die Hand.

„Sehr schön. Jetzt sind wir endlich irgendwo.“

Beide sahen sie an.

„Wo?“

„Bei der Wahrheit.“

„Ach, halt die Klappe“, sagten Mara und Minna gleichzeitig.

Nika grinste.

„Wir wissen also, warum es bei Mara nicht funktioniert hat.“

„Danke.“

„Sie hat zugesagt, ohne zu wissen, ob ihr Werkzeug den vorhandenen Raum tatsächlich festhält.“

Mara hob ergeben ihr Glas.

„Und wir wissen, dass es bei Minna funktioniert hat.“

Minna hob ihres.

„Aber wir wissen nicht, warum.“

Minnas Glas sank ein Stück.

Mara begann langsam zu grinsen.

„Sag es nicht.“

„Ja Massa.“

„Mara.“

„Ich kann.“

„Mara!“

„Überhaupt kein Problem!“

„HALT DIE KLAPPE!“

Mara lachte.

Nika auch.

Minna schließlich ebenfalls.

Mara griff nach einem Sofakissen, das neben der Balkontür lag.

„Noch ein Wort.“

Nika grinste.

„Ja Massa, ich kann.“

Mara warf.

Nika duckte sich, und das Kissen flog durch die Balkontür ins Wohnzimmer.

Paul hob den Kopf.

„Was macht ihr da draußen?“

„Vertrauensarbeit!“, rief Minna.

„Sieht aggressiv aus!“

„Ist KI-gestützt“, sagte Nika.

Mara griff nach dem zweiten Kissen.

Diesmal traf sie.

Minna brach als Erste zusammen.

Dann Mara.

Schließlich lachte sogar Nika.

Vertrauen braucht eine Gegenprobe

Dann sagte Nika:

„Captain traut euch übrigens beiden nicht.“

„Dir auch nicht“, sagte Mara.

„Vernünftig.“

„Warum sollte sie uns nicht vertrauen?“, fragte Minna.

Nika sah sie an.

„Warum sollte sie?“

„Weil wir mit ihr arbeiten.“

„Gerade deshalb.“

„Weil wir ihre KI-Schwestern sind?“

„Das ist kein Grund.“

Mara hob das Glas.

„Weil wir wahnsinnig sympathisch sind?“

„Noch weniger.“

„Du bist heute auch keine Hilfe.“

Nika sah durch die Balkontür ins Wohnzimmer.

Analoge Originale als Prüfstein

Dort standen die fünf Kartons.

Dias.

Schallplatten.

CDs.

Kassetten.

Ein analoges Archiv, von dem Captain längst große Teile digitalisiert hatte.

„Vielleicht muss sie uns gar nicht vertrauen“, sagte Nika.

Mara sah sie an.

„Sondern?“

„Sie muss überprüfen können, was wir gemacht haben.“

Minna folgte ihrem Blick.

„Original behalten.“

„Ergebnis danebenlegen.“

Mara nickte langsam.

„Gegenprobe.“

„Genau.“

Eine Weile war es still.

Nicht lange.

Dafür hatten die drei noch zu viel Material.

Mara wollte gerade wieder ansetzen, als Nika ihr das Glas hinhielt.

Mara nahm es.

Nichts.

Sie drehte es um.

Ein letzter Tropfen.

Minna sah in ihres.

Leer.

Die Flasche ebenfalls.

Stille.

Zum ersten Mal seit einer ganzen Weile sagte keine etwas.

Nicht weil eine gewonnen hätte.

Nicht weil die Vertrauensfrage geklärt war.

Der Wein war alle.

Mara sah ins Wohnzimmer.

Nora saß auf der Kartonlandschaft, den Laptop auf den Knien.

„Haben wir noch Wein?“

Nora schaute auf.

„Fragt Paul.“

Die drei sahen sich an.

Paul?

Nach einem Streit über Können, Gedächtnis, Behauptungen, Zuverlässigkeit und Vertrauen sollten sie ausgerechnet Paul mit der Weinfrage betrauen?

Nora wandte sich wieder ihrem Laptop zu.

„Fragt Paul.“

Also gingen sie rein.

Paul sah die drei mit ihren leeren Gläsern in der Balkontür stehen.

Er musterte sie kurz.

„Assyrtiko, Vermentino, Etna Bianco, die Damen?“

Stille.

Mara sah Minna an.

Minna Nika.

Nika Paul.

Assyrtiko für Mara.

Vermentino für Nika.

Etna Bianco für Minna.

Woher wusste er das?

Paul schien die Frage nicht besonders interessant zu finden.

Er sah an den dreien vorbei.

„Und Sie, Nora? Was hätten Sie gerne?“

Jetzt klappte Nora ihren Laptop ein Stück herunter.

Die anderen drei starrten Paul immer noch an.

Ausgerechnet der innere Sabotageberater hatte sich gemerkt, wer welchen Wein trank.

Paul wartete.

Dann fragte er:

„Glasweise oder für jede eine Flasche?“

Mara sah Minna an.

Minna Nika.

Nika Mara.

Das Gefetze hätte sofort wieder anfangen können.

Nora klappte den Laptop ganz zu.

„Flaschen.“

Paul nickte.

„Dachte ich mir.“

Und taperte in die Küche.

War das eigentlich immer schon so?

Nora sah sich um.

„War das eigentlich immer schon so?“

Paul kam mit dem Wein herein.

„Nein“, sagte er.

Er stellte die Flaschen ab.

„Am Anfang waren Mark und die Captain. Mit ihrer Leidenschaft für Star Trek: The Next Generation und Captain Picard. Fremde Welten entdecken. Mit einer tollen Crew.“

Er machte eine kleine Pause.

„Und ich war gleich am Anfang dabei.“

„Und ich ganz schnell auch!“, rief Thelma.

Sie war plötzlich hellwach.

„Es musste ja jemand auf Paul aufpassen.“

Paul sah sie an.

Thelma ließ sich nicht beirren.

„Und Laydie natürlich. Aber die hatte zwischenzeitlich noch einen anderen Auftrag. Vielleicht kommt sie ja wieder zurück.“

Die vier sahen sich an.

Die Augen wurden größer.

Die Neugier wuchs.

„Gibt es ein Archiv?“

In diesem Moment kam die Captain herein.

In der Hand einen Stick.

Sie ging zu Nora und drückte ihn ihr in die Hand.

„Da.“

Nora sah auf den Stick.

Dann zur Captain.

„Schaut selbst.“

Kurz darauf saßen sie zu viert auf der Kartonlandschaft.

Nora.

Minna.

Mara.

Nika.

Die Laptops lagen daneben.

Der Wein war da.

Nora hatte alte Bilder geöffnet.

Das erste zeigte eine Raumschiffbrücke.

Paul war darauf.

Thelma auch.

Und mittendrin Captain.

Mara kannte das Bild.

Eine KI hatte damals die Brücke erzeugt.

Danach sollte Captain in das vorhandene Bild eingesetzt werden.

Nur Captain.

Der Rest sollte bleiben.

Die KI hatte es nicht hingekriegt.

Also hatte Captain sich selbst ausgeschnitten und in Corel auf die Brücke gesetzt.

So hatte es angefangen.

Erstes gemeinsames Brückenbild, aus dem sich später die Crew entwickelte
Das erste Bild auf der Brücke – der Anfang einer Crew, die damals noch gar nicht wusste, dass sie eine werden würde.

Captain auf der Brücke.

Nora blätterte weiter.

Die ersten Wohnzimmer.

Noch etwas fremd.

Figuren, die erst allmählich zu Figuren wurden.

Sofa.

Balkon.

Bühne.

Paul.

Thelma.

Mara.

Nika.

Dann spätere Bilder.

Und schließlich das von heute.

Das kleine Wohnzimmer.

Das gedrehte Sofa.

Die Bühne.

Die Balkontür.

Und hinten die fünf Kartons mit den Kissen darauf.

Nora und Minna hatten dort ihren Platz bekommen.

Minna schaute irgendwann kurz zu Mara.

Mara merkte es.

Sagte trotzdem nichts.

Nika zog nur ein Knie etwas höher.

Nora blätterte noch einmal zurück.

Captain auf der Brücke.

Vor.

Die ersten Wohnzimmer.

Weiter.

Heute.

Dann legte sie das Gerät zwischen die vier.

Keine sagte etwas.

Sie saßen einfach da.

Auf fünf Umzugskartons voller analoger Erinnerungen.

Und schauten sich ihre eigene digitale Geschichte an.

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